„Rote Engel“ kehren zurück aus Rumänien

Enniger (west) - Mit zahlreichen neuen Eindrücken sind die sogenannten „Roten Engel“ aus Rumänien zurückgekehrt. Der Verein Enniger hilft Kindern hatte den mittlerweile elften Hilfstransport in das 2.300 Kilometer entfernte Gebiet um Tulcea im Donaudelta organisiert.

An Bord der Lkw waren wieder Spenden wie Lebensmittel, Kleidung, Betten, gebrauchte Fahrräder, eine Solaranalage, Hygieneartikel sowie weitere Dinge des täglichen Bedarfs, die an Kinderheime verteilt wurden.

Enniger hilft Kindern - Reiesebericht 2012

Lebensmittel, Kleidung, Betten, gebrauchte Fahrräder, eine Solaranalage, Hygieneartikel und vieles mehr haben die sogenannten „Roten Engel“ des Vereins Enniger hilft Kindern bei ihrem elften Hilfstransport nach Rumänien gebracht. Die Spenden wurden begeistert und dankbar entgegengenommen – vor allem Weltkarten, eine Schultafel und Schokolade erfreute die Kinder und Jugendlichen im 2300 Kilometer entfernte Gebiet um Tulcea. Die nächste Fahrt soll in zwei Jahren stattfinden, kündigt der Verein Enniger hilft Kindern an.

Vieles habe sich seit dem ersten Hilfstransport 1991 in Rumänien verändert, berichten die Helfer. Besonders bei der Infrastruktur sei erkennbar, dass sich der Straßenbau und die allgemeine Versorgung verbessert haben. „Man sieht aber auch, das die soziale Schere immer weiter auseinandergeht“, sagte Hubert Gersmann. Der Ennigeraner ist nach 15 Jahren das erste Mal wieder mit den Rumänienfahrern in das Donaudelta gefahren ist, um die Spenden von Enniger hilft Kindern direkt vor Ort zu bringen. Der Verein steuert bei den Fahrten vor allem Kinderheime an. 1991 war der erste Transport gestartet. „Man hat den Eindruck, das bei den Kinderheimen nicht mehr staatliche Hilfe ankommt als vor zehn Jahren“, berichtete Thomas Meinberger. Die Hilfe die jetzt wieder geleistet werden konnte, werde auch weiterhin notwendig sein, da sind sich die zehn Männer sicher, die in diesem Jahr von Enniger nach Tulcea gefahren sind.

Enniger hilft Kindern - Reiesebericht 2012

Um die benötigten Sachgüter zu beschaffen, hatten die Kontaktpersonen vor Ort gemeinsam mit den Verantwortlichen in den Kinderheimen eine Bedarfsliste erstellt. Besonders groß war die Freude über eine Schultafel, die das Berufskolleg Warendorf aussortiert hatte und dem Hilftransport zur Verfügung gestellt hatte. „Die Kinder nahmen sich die Kreide und probierten die neue Tafel gleich aus“, berichteten die „Roten Engel“. Die Ennigeraner hatten aber auch Globen und Weltkarten im Gepäck, die auf besonderes Interesse stießen. Ebenso wurden zahlreiche Betten mit neuen Matratzen aufgebaut so dass die alten und ausgediente Schlafgelegenheiten ausgetauscht werden konnten. Auch Zahnbürsten und Kulturtaschen wurden von den Mädchen und Jungen in den Kinderheimen gern entgegengenommen. „Wir werden die Transporte weiter organisieren, denn die Hilfe kommt dort an, wo sie gebracht wird“, zog Rudolf Fissahn, der Initiator der Aktion und Vorsitzender des Vereins Enniger hilft Kindern, Bilanz.

Enniger hilft Kindern - Reiesebericht 2012

Die nächste Fahrt soll in zwei Jahren stattfinden.

 

Quelle "Die Glocke" vom 06.07.2012